FRAGEN AUS DER PRAXIS

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Kyleo® befreit Ihre Äcker nachhaltig und sicher von Gräsern, Quecke, Samen- und Wurzelunkräutern sowohl auf der Stoppel, vor der Mais­aussaat im Frühjahr als auch als Randbehandlung.



» Nachhaltige Wirkung ist sehr wichtig, weil ich nicht die nächsten 10 Jahre immer wieder das gleiche Problem bekämpfen will. Nachhaltig heißt für mich, dass ich innerhalb von zwei, maximal drei Jahren die Wurzel­unkräuter bekämpft habe. Ich habe im letzten Jahr einen sehr stark mit Distel verunkrauteten Acker mit Kyleo® behandelt. Dieses Jahr kann ich sagen, dass ich höchstens noch ein Drittel der Disteln in der Folgekultur gesehen habe. Das ist für mich nachhaltige Wirkung. Und dann ist auch der Preis nicht mehr entscheidend.«
Nein, Glyphosat und der Wuchsstoff 2,4-D sind in Salzform formuliert. Bei Tankmischungen entsteht ein Salz-Austausch und destabilisiert die wirkungsrelevanten Stoffe. Es führt zu einem Antagonismus in der Wirkung, der als erstes bei Quecke sichtbar wird. Da die verfügbaren 2,4-D Produkte für einen Einsatz auf Stoppel­feldern weder im Herbst, noch im Frühjahr zugelassen sind, ist es auch nicht legal. Kyleo® dagegen ist für beide Zeiträume zugelassen.

Bei Kyleo® wurde 2,4-D in Säureform mit einem neuartigen Additiv­system vereint. Die Kombination gewährleistet für die beiden Wirkstoffe eine optimale, schnelle Aufnahme und sorgt für eine optimale Wirkung. Versuche mit Kyleo® haben synergistische Wirkung, zum Beispiel auf Ausfallraps, Winden-Knöterich, Acker-Winde und Acker-Schachtelhalm, eindrucksvoll gezeigt.
Ja. Da, wo hochwertiges ­Glyphosat an Grenzen stößt, bietet Kyleo® eine zuverlässige, breitere und schnelle Wirkung und das sogar mit reduzierter Glyphosatmenge pro Hektar.
Behandlungen von Wurzelunkräutern innerhalb der Kultur erweisen sich als schwierig oder sind gar nicht möglich. Die Wirkung ist begrenzt und die Behandlung sehr teuer. Kyleo® bietet die Möglichkeit, Wurzelunkräuter, wie zum Beispiel Disteln, Acker-Winde direkt auf der Stoppel oder vor der Aussaat nachhaltig auszuschalten. Kyleo® ist als Werkzeug für die Fruchtfolge zu sehen. Mehr erfahren Sie ab Seite 26.

 




Kyleo® wird wie die meisten Nufarm-Produkte in Europa produziert, und zwar im ­Nufarm-Werk in Linz (Österreich). Von dort aus wird Kyleo® in die europäischen Länder geliefert.






Für ein Erfolgserlebnis mit Kyleo® sollte man sich an die Anwendungsempfehlungen der Nufarm-Experten halten. Bei der Bekämpfung von Ausfallgetreide, Ausfallraps etc. empfehlen wir 3 l/ha. Um Wurzelunkräuter, Quecken etc. in den Griff zu bekommen, benötigt man 5 l/ha. Auf Grund unserer mehrjährigen Erfahrung mit unterschiedlichen Aufwandmengen von Kyleo® in Versuchen und in der Praxis kann man nicht mit einer zufriedenstellenden Wirkung rechnen, wenn man weniger als 5 l/ha gegen schwer bekämpfbare Unkräuter einsetzt.
Wenn Kyleo® im Frühjahr vor der Aussaat von Mais oder Getreide eingesetzt wird, haben kurzzeitige Nachtfröste von bis zu -3 °C keine negativen Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Kyleo®, wenn tagsüber wüchsige Wetterbedingungen eintreten und Wachstum stattfindet. Günstige Wachstumsbedingungen wie ausreichende Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 8 bis 20 °C fördern eine rasche Wirkung des Produkts. Aufgrund der Formulierung benötigt das 2,4-D in Kyleo® keine höheren Temperaturen, wie sie für salzförmige Wuchsstoffe gewünscht sind. Kyleo® kann auch bei Temperaturen ab 5 °C gespritzt werden, weil beide Wirkstoffe hochaktiv zusammen mit einem neuen, nicht im Markt verfügbaren Netzmittel formuliert sind und die Unkräuter/Zwischenfrüchte bei solchen Temperaturen kaum eine Wachsschicht auf den Blättern haben. Somit wird der Wirkstoff besser von der Pflanze aufgenommen. Es sollte darauf geachtet werden, dass kein Raureif auf den Blättern ist, sonst wird beim Abtauvorgang der Wirkstoff vom Blatt gewaschen und hat nicht die Chance, in die Pflanze einzudringen. Wenn eine Kälteperiode von 1 bis 2 Wochen angekündigt ist, sollte man diese abwarten und erst dann mit der Behandlung mit Kyleo® starten. Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass bei der Stoppelbehandlung im Sommer teilweise mit Trockenheit und Hitze zu rechnen ist. Wenn eine Hitzeperiode von mehreren Tagen angekündigt ist, sollte man Kyleo® vor der Hitze applizieren. Die Unkräuter saugen dann regelrecht die Wirkstoffe über das Blatt auf. Nach einer Hitzeperiode sind die Unkräuter meist zu trocken und holzig, um die Wirkstoffe aufzunehmen.
Ein Indikator für den richtigen Spritztermin ist die Größe und Vitalität des Ungrases/Unkrauts. Für eine optimale Aufnahme des Produkts sollten Unkräuter im 4- bis 8-Blattstadium (optimale Größe: 8 bis 20 cm) sein. Dies gewährleistet, dass genügend Blattmasse vorhanden ist, um die Wirkstoffe aufzunehmen. Trockenheit, Kälte und Stress sind Ursachen für ein gebremstes oder stillstehendes Wachstum. Dies verlangsamt die Aufnahme und Verteilung von Kyleo® in der Pflanze. Wenn die Unkräuter/Ungräser eine Größe von 8 bis 20 cm haben und in der Wachstumsphase sind, ist der ideale Zeitpunkt einer Behandlung mit Kyleo®.
Wenn eine Behandlung mit Kalk-Dünger auf der Stoppel geplant ist, sollte dies 4 bis 5 Tage nach der Behandlung von Kyleo® erfolgen. Sollte eine Anwendung von Kalk-Düngern vor der Behandlung mit Kyleo® erfolgen, muss ausreichend Regen abgewartet werden. Nach der Kalk-Düngung ist eine Staubschicht auf der Pflanze und diese behindert die optimale Wirkstoffaufnahme.

 

Nein. Generell ist ein weiterer Zusatz von Additiven nicht notwendig, da Kyleo® so gut formuliert ist, dass eine sehr gute Benetzung gewährleistet ist. Die Regenfestigkeit ist nach etwa 10 Minuten gegenüber 10 mm und nach etwa einer Stunde gegenüber höheren Regenmengen gegeben. Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung, die wir mit Kyleo® in Versuchen und in der Praxis, sammeln konnten, ist eine Zugabe von SSA meist nicht notwendig. Ausnahmen bestätigen aber die Regel und auch Kyleo® reagiert bei hartem, kalkhaltigem Wasser oder gegen schwerbekämpfbare, langsam wachsende Unkräuter wie Beinwell oder alte Ausfallkartoffeln positiv auf die Zugabe von SSA. Die SSA-Zugabe bewirkt nach unseren Beobachtungen die Wirkungssteigerung durch einen Konditionierung der Spritzbrühe und eine Wachstumsstimulierung bei den betroffen Pflanzen.
Es ist ratsam, die Gülle erst 3 bis 5 Tage nach der Behandlung von Kyleo® auszubringen, wenn es sich nur um die Bekämpfung von Zwischenfrüchten und Ungräsern handelt. Nach 4 bis 5 Stunden sind die Wirkstoffe in der Pflanze. Nach der neuen Düngerverordnung muss aber eine Bodenbearbeitung schon 3 Stunden nach dem Ausbringen der Gülle vollzogen werden. Dies würde die Verteilung der Wirkstoffe in der Pflanze behindern, da durch die Bodenbearbeitungen auch Wurzeln zerstört werden, die in der Folgekultur wieder zum Auflaufen kommen könnten. Bei schwer bekämpfbaren Unkräutern, sollte man die Anwendung mit Gülle nach mehr als 5 Tagen durchführen, damit auch eine Verteilung der Wirkstoffe in die Wurzel gewährleistet ist und somit ein nachhaltiger Erfolg erreicht wird. Es sollte niemals eine Anwendung von Gülle vor der Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln erfolgen. Die Gülle verschmutzt die Blätter und somit ist die Aufnahme der Wirkstoffe der Pflanzenschutzmittelbehandlung nicht gewährleistet.
Der Zusatz von AHL (30–50 l/ha zu min. 150 l Wasser) kann dafür sorgen, dass Pflanzenschutzmittel besser haften bleiben und weniger Abdrift stattfindet. Wer damit gute Erfahrungen gemacht hat, kann dies auch mit Kyleo® nutzen. Bei der Ausbringung von AHL pur steht der Düngungseffekt im Vordergrund. Dabei werden meist ca. 200 l/ha oder ca. 70 N/ha ausgebracht. Dies erfolgt in der Regel mit Mehrlochdüsen, die für Pflanzenschutz ungeeignet sind, oder möglichst grobtropfig mit großen Flachstrahldüsen. Auch wenn beide Wirkstoffe im Kyleo® systemisch transportiert werden, sollte trotzdem auf eine gute Benetzung geachtet und auf eine Ausbringung mit AHL pur verzichtet werden. Ätzeffekte der AHL unterstützen die Wirkung nicht, sondern können eher kontraproduktiv sein.